Sich ausdrücken ist eine "wahre" Kunst

Eigentlich

Worte wie "Eigentlich", "Vielleicht", "Eventuell", "Versuchen" und dann auch noch gekoppelt mit einem netten Konjunktiv sind besondere Herausfordernd für jemand der Menschen gern zu klaren Zielen und Handlungen führt oder auch nur gern mit Sprache agiert.

Irgendwas ist schief gelaufen, wenn ein Coaching Klient seine aktive Handlung für den kommenden Tag folgendermaßen formuliert: "Da könnte ich ja eigentlich morgen eventuell vielleicht mal bei der Firma X anrufen." Ups - Panne.

"Eigentlich" sagt Eberhard Jung, "Ist die sprachliche Ouvertüre zur Inkonsequenz".

Das "Vielleicht" ist dann der sprachliche Verzweiflungsruf nach der unwiederbringlich verpassten Gelegenheit. Das "Eventuell" steht zu guter Letzt für das sprachliche Finale einer vermeintlich verlorenen Hoffnung. Aus Versuchen soll "man" klug werden und Konjunktive wirken höflich. Zu Guter Letzt die Pointe eines Witzes: wenn Wünsche sich nicht erfüllen, war wohl der Wunsch unpräzise. Dumm gewünscht.

mit freundlichem Gruß

Peter Krötenheerdt